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Laserkorrekturen

Excimerlaser

Wenn eine Fehlsichtigkeit anstatt durch Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden soll, kommen verschiedene Eingriffe in Betracht. Das erfolgreichste und bei weitem häufigste Verfahren ist die LASIK (Laser in situ Keratomileusis). Varianten sind die Epi-LASIK bzw. die LASEK und PRK. Die Laser in situ Keratomileusis (LASIK) ist heute das erfolgreichste Verfahren der Refraktive Chirurgie (Carl Zeiss Meditec Refraktive Chirurgie)

 

Technik der LASIK

LASIK-Korrekturen führt man seit 1990 aus. Das Verfahren ist heute sehr sicher und hat eine breite Anerkennung (weltweit bisher ca 50 Mio. Behandlungen) auch der wissenschaftlichen Augenheilkunde gefunden. Als Besonderheit der LASIK erfolgt die Korrektur durch einen Excimer-Laser im Innern der Hornhaut. Dadurch sind die Operation und die postoperative Phase praktisch schmerzfrei.

 

Beispielhafter Ablauf einer LASIK

Nach gründlicher Voruntersuchung und Beratung wird der ambulante Eingriff meist beidseits an einem Tag nach Betäubung der Augen durch anästhesierende Tropfen durchgeführt.

Mikrokeratom

Mit einem computergesteuerten mikromechanischem Präzisionsmesser (Mikrokeratom) oder einem Femto-Laser wird eine Hornhautlamelle in Form eines runden sehr feinen Scheibchens in die Hornhaut geschnitten

Abheben der Hornhautlamelle

und wie ein Buchdeckel aufgeklappt.

Das ermöglicht die weiter Behandlung im Innern der Hornhaut. Die Vorteile gegenüber den Oberflächenbehandlungen (PRK und LASEK) sind ein wesentlich schnellerer Heilverlauf praktisch ohne Schmerzen.

"Schleifen" der Hornhaut durch den Excimerlaser

Die Hornhaut wird dann mit dem computergesteuerten Excimer-Laser modelliert und die Fehlsichtigkeit hierdurch korrigiert. Ein Strahlnachführsystem (Eyetracker) sichert bei der Behandlung die Zentrierung der Laserbehandlung und führt bei Augenbewegungen den Laserstrahl nach.

Wiederverschluss der Hornhautlamelle

Nach der Operation tritt meist nur ein leichtes Tränen und Fremdkörpergefühl auf und das Sehen ist schon wenige Stunden später gut aber noch nicht perfekt. Eine eventuelle Lichtempfindlichkeit kann durch eine Sonnenbrille gemildert werden. Bei den Oberflächenverfahren (LASEK, Epi-LASIK, PRK) ist der Heilverlauf langsamer. Bei der LASIK wird Stabilität nach ca. 4 Wochen erreicht, bei den Oberflächen-Verfahren nach  spätestens 2-3 Monaten.

Eignung

Bei stabilem Brechungsfehler sind die laserchirurgischen Verfahren bis max. -10.0 dpt Myopie, 5.0 dpt Astigmatismus und +4.0 dpt Hyperopie möglich, wenn die Augen u.a.  hinsichtlich Hornhautqualität, Pupillendurchmesser in der Dämmerung geeignet sind. Höhere Fehlsichtigkeiten könne wir mithilfe von Implantaten oder kombinierten Techniken korrigieren.

Galaxie ohne und mit Aberrationskorrektur

Aberrometer und Topografie gesteuerte Behandlung

Es gibt Augen, die über die genannten optischen Fehler (Myopie, Astigmatismus und Hyperopie) noch weitere Abbildungsfehler aufweisen, die so genannten Aberrationen höherer Ordnung. Diese Fehler können mit einem Aberrometer ermittelt werden (Wellenfrontanalyse).

Darstellung eines Aberrometerbefundes

Die gefunden Daten lassen sich in die Steuerung des Lasers einbinden zu einer individuell maßgeschneiderten Aberrometer- bzw. Wellenfront- oder Topografie-gesteuerten Behandlung. Wir ermitteln bei Ihnen, ob eine solche Behandlung sinnvoll ist.

Nachbehandlung

Mit einer LASIK oder den anderen Verfahren der Refraktiven Chirurgie kann man im definierten Bereich fast immer eine Unabhängigkeit von einer Brille erreichen. Je geringer die Fehlsichtigkeit ist, umso größer ist die Chance, das schon nach der ersten Behandlung zu erreichen. Bei höheren Fehlsichtigkeiten ist die Treffsicherheit etwas geringer. Sollte selten noch eine Restfehlsichtigkeit bestehen, kann fast immer problemlos nachbehandelt werden. (Bewertung der Lasik durch DOG und BVA)

Alternativen zur LASIK

Wenn die Hornhaut für eine LASIK oder auch die Oberflächen-Methoden (PRK, Epi-LASIK, LASEK) zu dünn ist, kann eine Korrektur durch heute bewährte Implantate erfolgen, z.B. eine zusätzlich eingepflanzte Intraokularlinse oder bei besonders hohen Fehlsichtigkeiten eine Kombination aus einer Laser-Technik und einer implantierten Zusatzlinse (BiOptics).

Photorefraktive Keratektomie

PRK, LASEK, Epi-LASIK

Bei diesen Verfahren, die meist nur Anwendung finden, wenn die Hornhaut für eine LASIK zu dünn ist, erfolgt die Behandlung von der Oberfläche her, wobei auf verschieden Weise die Deckschicht der Hornhaut – das Epithel – entfernt bzw. beiseite geschoben wird. Dann erfolgt die Korrektur wie bei der LASIK durch den Excimer-Laser. Zur Regeneration der Deckschicht ist in der Regel eine weiche Verband-Kontaktlinse für einige Tage erforderlich. Der Behandlungskomfort ist postoperativ geringer als bei der LASIK. (Bewertung der PRK durch DOG und BVA)

 

Nähere Informationen von der Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft und des Berufsverbandes der Augenärzte: Übersicht Refraktive Chirurgie, Patienteninformation LASIK, Patienteninformation PRK