Refraktive Chirurgie (Sehen ohne Brille)

Eine moderne Lösung für klares Sehen

Die refraktive Chirurgie ist ein spannender Bereich der Augenchirurgie, der darauf abzielt, Sehfehler wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus dauerhaft zu korrigieren. Dank innovativer Technologien und fortschrittlicher Verfahren können viele Menschen heute auf Brillen oder Kontaktlinsen weitgehend verzichten und wieder klar sehen.

Was ist refraktive Chirurgie?

Der Begriff „refraktive Chirurgie“ umfasst verschiedene operative Methoden, die die Brechkraft des Auges verändern, um die Sehkraft zu verbessern. Das Ziel ist es, die Lichtbrechung im Auge so zu optimieren, dass Bilder wieder scharf auf der Netzhaut abgebildet werden.

Bei diesen Operationen unterscheidet man Eingriffe mittels Laser an der Hornhaut von Eingriffen an den Linsen, bei denen entweder eine zusätzliche Linse implantiert wird oder die körpereigene Linse ausgetauscht wird.

Behandlungsmethoden

Refraktive Chirurgie mit zusätzlicher Linse

In manchen Fällen, etwa bei hohen Fehlsichtigkeiten oder unzureichender Hornhautdicke, kann eine zusätzliche Linse ins Auge implantiert werden. Diese intraokularen Linsen (IOLs) werden direkt ins Auge vor die körpereigene Linse eingesetzt. Sie bieten eine gute Sehqualität und sind eine sichere Alternative, wenn Laserbehandlungen nicht geeignet sind und die eigene Linse noch klar und funktionsfähig ist (meist bis zum 50. Lebensjahr).

Linsenaustausch

Der Linsenaustausch ist eine weitere Methode, bei der die natürliche Linse des Auges entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt wird. Der Austausch erfolgt technisch wie eine vorgezogene Kataraktoperation und hat somit den Vorteil, dass man später nicht mehr am grauen Star erkranken kann. Es ist zudem somit eine sehr sichere und seit Jahrzehnten bewährte OP-Methode. 

Diese Methode wird häufig bei fortgeschrittener Alterssichtigkeit oder wenn die Linse schon Trübungen zeigt, angewandt und kann auch zur Korrektur hoher Sehfehler genutzt werden.

Um eine Brillenunabhängigkeit zu erreichen, stehen hierbei verschiedene hochwertige Linsenmodelle zur Verfügung. 

Laserbehandlungen der Hornhaut

Diese Behandlungen (LASIK, LASEK, SMILE oder PRK) werden zur Beseitigung von Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) oder Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus) durchgeführt, solange die körpereigene Linse noch klar und verformbar ist.

  • LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) ist ein beliebtes Verfahren zur Korrektur von Sehfehlern wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus. Dabei wird ein dünner Hornhautflap erstellt, der angehoben wird. Mit einem Laser wird das darunterliegende Hornhautgewebe neu geformt, um die Sehkraft zu verbessern. Nach der Behandlung legt sich der Flap wieder an seinen Platz, was meist eine schnelle Heilung und kurze Erholungszeit bedeutet.
  • SMILE (Small Incision Lenticule Extraction): Bei dieser minimal-invasiven Methode wird eine kleine Linse im Inneren der Hornhaut mit einem Laser geformt und durch einen kleinen Schnitt entfernt. Das Verfahren ist schonend und bietet schnelle Genesungszeiten.
  • PRK (Photorefraktive Keratektomie): Hierbei wird die oberste Hornhautschicht entfernt, um die darunterliegende Hornhaut mit einem Laser zu modellieren. Die Heilung dauert etwas länger als bei LASIK, ist aber eine gute Alternative für bestimmte Patienten.

Vorteile der refraktiven Chirurgie

  • Reduktion oder Beseitigung der Abhängigkeit von Brillen oder Kontaktlinsen
  • Schnelle Heilungszeiten
  • Langfristige Sehverbesserung
  • Verbesserte Lebensqualität

Worauf sollte man achten?

Nicht jeder ist für eine refraktive Operation geeignet. Eine ausführliche augenärztliche Untersuchung ist notwendig, um die individuelle Eignung zu prüfen. Faktoren wie Hornhautdicke, Augengesundheit und Lebensstil spielen eine Rolle bei der Entscheidung.

Das Team der Augenklinik Roth berät Sie gerne, ob und welcher refraktive chirurgische Eingriff für Sie in Frage kommt.