Gesichtsfelduntersuchung
Welche Arten von Gesichtsfelduntersuchungen gibt es?
Statische Perimetrie
Die automatische statische Weiß-auf-Weiß Perimetrie (Computerperimetrie) ist die am häufigsten angewandte Methode zur Gesichtsfeldmessung. Hierbei werden Lichtreize an feststehenden Punkten mit steigender Lichtintensität angeboten. Die statische Perimetrie misst, wie empfindlich die Netzhaut an bestimmten Stellen auf diese Lichtreize reagiert.
Kinetische Perimetrie
Bei der kinetischen Perimetrie werden Lichtreize gleicher Intensität von außerhalb der Gesichtsfeldgrenzen hinein bewegt. Somit können die Gesichtsfeldaußengrenzen bestimmt werden. Die Untersuchung wird entweder mit dem manuellen Goldmann-Perimeter oder mit halbautomatischen Computerperimetern durchgeführt.
Amsler Gittertest
Mit dem Amsler Test werden Veränderungen im zentralen Gesichtsfeld untersucht. Der Patient betrachtet dabei ein quadratisches Rastergitter mit geraden Linien und einem Fixierpunkt in der Mitte. Bei Erkrankungen der Netzhautmitte (Makula) kann es zu Verschwommensehen oder zu Verzerrungen (Metamorphopsien) beim Betrachten des Gitternetzes kommen. Bei der altersabhängigen Makuladegeneration kann die zentrale Sehschärfe ganz oder teilweise verloren gehen. Da nur die Netzhautmitte betroffen ist, bleibt das Gesichtsfeld zu den Seiten hin erhalten. Im Amsler Test zeigen sich je nach Erkrankungsgrad Veränderungen wie Schatten, Wellenlinien oder unterbrochene Linien. Der Amsler Test kann selbstständig von Patienten zu Hause durchgeführt werden.
Amsler Test: unauffälliger Befund
Bei der Makuladegeneration wird das Gitter mit verzerrten und unterbrochenen Linien wahrgenommen. Auch ein grauer oder dunkler Schatten kann im Zentrum sichtbar sein.